Klima-Puzzle mit Mitgliedern des Beirates für Umwelt- und Klimaschutz der Gemeinde Stockelsdorf

Am 15.01.26 haben Gabi und Nathalie ein Klima-Puzzle in Stockelsdorf moderiert. Mehrere Mitglieder des Beirates für Umwelt- und Klimaschutz (BUKS) der Gemeinde waren dabei. Es hat viel Spaß gemacht und war vor allem sehr interessant, so eine der Teilnehmenden.

Bei dem Klima-Puzzle rekonstruieren die Teilnehmenden gemeinsam, Schritt für Schritt, anhand von 42 illustrierten Karten das Klimasystem und entwickeln im Austausch miteinander ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen des Klimawandels. Sie arbeiten dabei partizipativ. Das auf den Berichten des Weltklimarats basierende „Klima-Puzzle“ (Climate Fresk) wurde so konzipiert, dass alle (von den absoluten Klima-Banausen bis hin zu den Klimaexperten) mitgenommen werden. Bisher haben weltweit mehr als 2 Millionen Menschen an einem solchen Workshop teilgenommen.

Am 15. Januar waren sieben Teilnehmer:innen dabei. Nach 2 Stunden konzentrierter Arbeit lagen alle Karten geordnet auf dem Tisch. Ganz viele bunte Pfeile zwischen den Karten verdeutlichten die Beziehungen zwischen den einzelnen Entwicklungen. Auch wenn der Klimawandel sehr beängstigend ist, wollen wir aber nicht in Depression fallen! Das gesamte Werk wurde an diesem Abend mit diesem Spruch kommentiert: Es ist nie zu spät, etwas zu tun!

Dann wurden viele Möglichkeiten angesprochen, wie sich die Menge der emittierten Treibhausgase reduzieren lässt. Hier einige Beispiele: Könnte nach dem Abriss eines Hauses der alte Beton bei einem Neubau verwendet werden, wie es z.B. in der Schweiz möglich sei? Wie wäre es mit einer konsequenten Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf den deutschen Straßen? Gut fürs Klima und fürs Portemonnaie! Brauchen wir mehr Verbote oder eher Rahmenbedingungen, die mehr Klimaschutz ermöglichen? Wie kann Klimaschutz in einer Gemeinde mehr Bedeutung bei den Entscheidungen der Verantwortlichen einnehmen?  Diese Gedanken wollten die Mitglieder des Klimarats in ihre internen Diskussionen mitnehmen.

Ein Abend mit der Journalistin Ulrike Herrmann, der Mut macht, sich für die Zukunft unserer Erde zu engagieren

Das Audimax der Universität zu Lübeck war bei der gemeinsamen Veranstaltung von Klimaentscheid Lübeck e.V. mit dem Umweltreferat des AStA der Universität zu Lübeck am 17. November bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Wirtschaftsredakteurin Ulrike Herrmann (taz) ihren Vortrag „Das Ende des Kapitalismus – Ursache und Folge der Klimakrise?“ hielt.

Ulrike Herrmann führte zunächst aus, welche positiven Folgen der Kapitalismus bewirkt hat. Zugleich ruiniert er jedoch Klima und Umwelt, sodass die Menschheit nun existenziell gefährdet ist. Die Journalistin erläuterte anschließend, welche ökonomischen Entwicklungen zurzeit diskutiert werden, warnte aber eindringlich, sich von der Idee eines grünen Wachstums verführen zu lassen. Stattdessen braucht die industrialisierte Welt ein „grünes und bedarfsgerechtes Schrumpfen, das auch mit einer hohen Lebensqualität verbunden werden kann“. Die Antwort auf die aktuelle Klimakrise kann nur eine Kreislaufwirtschaft sein, in der nur noch verbraucht wird, was sich recyceln lässt. Aber wie soll/kann es gehen? Das beste Modell ist ausgerechnet die britische Kriegswirtschaft ab 1940 …

Im Anschluss folgte eine engagierte und offene Diskussion mit Max Schön, der die ökonomischen Perspektiven noch einmal aus einer anderen Blickrichtung beleuchtete und Raum für kritische Nachfragen, Ergänzungen und Zukunftsideen bot.

Musikalisch wurde der Abend von Triologue begleitet, deren bewegende Klänge im Audimax Mut geben, etwas Neues zu probieren.

Bereits ab 18:00 Uhr konnten Besucher im Foyer die Messestände von 14 lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen besuchen, Literatur am Büchertisch entdecken und sich bei Snacks und Getränken austauschen. Fünf Vertreterinnen von Klimaentscheid Lübeck hatten einen Infostand aufgebaut und freuten sich über die vielen Gespräche mit interessierten Teilnehmer:innen.

Ein gelungener Abend, der deutlich gemacht hat, dass die Klimakrise für viele Lübecker:innen eine große Relevanz hat und schnellstmöglich nach gemeinsamen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lösungen gesucht werden muss.

Unsere dritte Veranstaltung „Über Klima sprechen“ im Gemeindehaus der Luther-Kirche

Am 14. Juli 2025 war ein Team des Klimaentscheides Lübeck e.V. zu Gast in der Luther-Melanchthon-Gemeinde. Mehrere Interessierte, vor allem aus der Gemeinde, haben sich in einem zweistündigen Workshop rund ums Klima getroffen, um unter der Moderation von Klimaentscheid Lübeck Wege für ein klimafreundliches Leben in Lübeck und insbesondere im Stadtteil Moisling zu erarbeiten. Es stellte sich in der Diskussion heraus, dass in diesem Stadtteil der Verkehr rund um die Moislinger Allee besonders problematisch ist. Schnell fahrende Autos führen dazu, dass Schulkinder nicht den Schulweg allein zu Fuß gehen. So werden viele mit dem Auto gebracht, was ihre Autonomie einschränkt und den motorisierten Verkehr zusätzlich intensiviert.

Eine kleine Arbeitsgruppe hat sich an dem Tag gebildet, die dieses Thema weiter vertiefen und dafür Kontakt mit Lehrer:innen und Elternvertreter:innen der beiden betroffenen Schulen aufnehmen will.

Es war eine gute, Mut machende Diskussion — und es hat auch viel Spaß gemacht! Vorschläge für mögliche Standorte für künftige Workshops sind willkommen!

Das Klima-Puzzle

Am 22. Januar 2025 hat intern unter der Moderation von Nathalie und Martina im Rahmen eines Workshops ein Klima-Puzzle stattgefunden.

Was ist das Klima-Puzzle? Das Klima-Puzzle ist ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Klimabildung. Es ist in Frankreich entwickelt worden und wurde bereits von mehr als 2 Mio. Menschen in mehr als 160 Ländern durchgeführt.

Wie lief das Klima-Puzzle?
Nach der Vorstellungsrunde mit einem kleinen Spiel zu unseren Erwartungen ging es los mit dem Puzzeln. In fünf Spielrunden sprachen wir über die Beziehungen zwischen 42 Karten, die sich mit Ursachen, Mechanismen und Folgen des Klimawandels befassen. Anschließend fand die kreative Phase statt: das Klima-Puzzle wurde mit bunten Stiften bemalt — so konnte wir unser Empfinden ausdrucken. Anschließend haben wir über Handlungsvorschläge diskutiert: Was kann die öffentliche Hand, die Wirtschaft und wir selbst? Wo sind Hürden, aber auch Hebel?

Wissenschaftlicher Hintergrund des Klima-Puzzles Die Zahlen und Fakten des Klima-Puzzles stammen aus den IPCC-Berichten. Es sind dieselben Berichte, die die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf höchster Ebene auf der ganzen Welt beeinflussen.

Unser Gesamteindruck Das dreistündige Angebot ist spannend. Es gibt viel zu lernen. Die vorübergehende Wut und Traurigkeit in Anbetracht der Folgen des Klimawandels konnten durch die anschließende Diskussion über Handlungsmöglichkeiten gemildert werden.

Wie geht es weiter?
Wir wollen es später als weitere Leistung des Klimaentscheids Lübeck anbieten. In Frage kommen Schulen, andere Klimagruppen (Signalgruppe Netzwerk-HL) und die VHS. Einige von uns wollen, wie Nathalie und Martina, Moderatorinnen werden und dafür an einem Fortbildungsseminar teilnehmen.

Veranstaltung „Lohnt sich Photovoltaik auf Gewerbedächern?“ – Ein Schritt in die Zukunft der Energieversorgung in Lübeck

Lübeck, 27. Januar 2025 – Der gemeinnützige Verein Klimaentscheid Lübeck e.V. hat heute in Zusammenarbeit mit der Klimaleitstelle Lübeck, KlimaProLübeck, der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Handwerkskammer Lübeck eine Informationsveranstaltung zum Thema „Lohnt sich Photovoltaik auf Gewerbedächern?“ durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war es, Unternehmen zu motivieren, die Potenziale ihrer Dachflächen für die Installation von Photovoltaikanlagen zu nutzen.

Mit rund 300 Hektar Dachflächen auf Gewerbebetrieben in Lübeck, die ein theoretisches Potenzial von etwa 300 GWh Jahresstromertrag bieten, könnte die Nutzung dieser Flächen einen erheblichen Beitrag zur klimaneutralen Stromversorgung der Stadt leisten. Angesichts eines jährlichen Strombedarfs von etwa 800 GWh ist es entscheidend, dass Unternehmen aktiv an der Energiewende teilnehmen.

Die Veranstaltung begann mit einer herzlichen Begrüßung durch den Umweltsenator der Stadt Lübeck, gefolgt von einem spannenden Vortrag von Frau Bürger, Rechtsanwältin der Berliner Anwaltskanzlei BDO, die die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Installation von PV-Anlagen erläuterte. Die Stadtwerke Lübeck und die Travenetz informierten über Anschlussmöglichkeiten, Tarife und die Integration von PV in die städtische Stromversorgung.

Ein Highlight der Veranstaltung war das Praxisbeispiel des Geschäftsführers Gregor Zwingmann der Polster-aktuell-Gruppe. Er berichtete von der erfolgreichen Installation einer PV-Anlage auf dem Dach seines Unternehmens, die einen jährlichen Ertrag von nahezu 0,1 GWh bei einer Amortisationszeit von unter 4 Jahren und einer Rendite von ca. 25 % erzielte. Zwingmann betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Lübeck im Rahmen von Studierendenprojekten, die maßgeblich zum Erfolg seines Projektes beitrugen.

Die anschließende Podiumsdiskussion, an der Vertreter des Klimaentscheides Lübeck, der Stadtwerke Lübeck, der TH Lübeck und der Sparkasse Lübeck teilnahmen, war von regem Interesse geprägt. Besonders das Angebot des Vertreters der Technischen Hochschule Lübeck, Prof. Dr. Maximilian Schüler, zur Beteiligung an einem Studierendenprojekt zur Beratung von Unternehmen bei der Umsetzung von PV-Projekten stieß auf großes Interesse. Neun Unternehmen erklärten bereits ihr Interesse, sich an diesem Projekt im Sommersemester 2025 zu beteiligen.

Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung war es, die aktuellen Barrieren für die Nutzung von Gewerbedachflächen zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten. Die Teilnehmer diskutierten, welche Anreize Kommunalverwaltung und Stadtwerke schaffen können, um die Nutzung der Gewerbedächer zu fördern. Zudem wurden politische Rahmenbedingungen thematisiert, die Einfluss auf die Nutzung von PV-Anlagen nehmen können.

Der Klimaentscheid Lübeck ist bereit, ein Projekt zu begleiten, das Unternehmen und Studierende zusammenbringt, um individuelle Lösungen für die wirtschaftliche Nutzung von PV auf Gewerbedächern zu entwickeln. Ziel ist es, in den kommenden Jahren einen signifikanten Zubau der Solarenergie in Gewerbebetrieben zu erreichen und die Zielvorgaben der Bürgerschaft bis 2030 (400 GWh/a) möglichst frühzeitig zu übertreffen.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und hat gezeigt, dass es in Lübeck ein großes Interesse an der Nutzung von Photovoltaik auf Gewerbedächern gibt. Der Klimaentscheid Lübeck wird weiterhin aktiv daran arbeiten, die Energiewende voranzutreiben und Unternehmen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen.

Wir danken allen Teilnehmern und Partnern für ihr Engagement und freuen uns auf die nächsten Schritte in diesem wichtigen Projekt!